Stand des Eisenbahnausbaus
Bern, 30.04.2026 — Die Bahnunternehmen der Schweiz erreichten letztes Jahr wichtige Meilensteine beim Ausbau des Schienennetzes. Das zeigt der neuste Standbericht, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) am 30. April 2026 veröffentlicht hat.
Das BAV informiert jährlich in einem Standbericht über den Fortschritt beim Ausbau des Schienennetzes. Der vorliegende Bericht bildet den Stand aller beschlossenen Ausbauprogramme per 31. Dezember 2025 ab. Aktuell befinden sich im Rahmen der Ausbauschritte 2025 und 2035 sowie des Programms ZEB (Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur) rund 300 Projekte in der Projektierung oder Realisierung.
Wesentliche Etappen erreicht
Im Jahr 2025 erreichten die Bahnen beim Ausbau wichtige Meilensteine. Mit dem Doppelspurausbau zwischen Grellingen und Duggingen nahm die SBB die erste grosse Infrastrukturmassnahme des Ausbauschritts 2035 termingerecht in Betrieb. Dadurch konnte auf den Fahrplanwechsel im Dezember das bisherige Angebot durch das Laufental verdichtet werden. Gleichzeitig wurden weitere Ausbauten im Raum Basel im Betrieb genommen. In Liestal schloss die SBB den Vierspurausbau ab. Seit Dezember 2025 fährt die S-Bahn auf der Linie Basel–Liestal im Viertelstundentakt.
In der Ostschweiz können die Züge auf der Strecke Pfäffikon SZ–Altendorf in kürzeren Abständen fahren. Zudem nahm die SBB ein Überholgleis für den Güterverkehr in Betrieb. Dies ermöglicht den durchgehenden Halbstundentakt der IC Zürich–Chur.
Das grösste Projekt des Ausbauprogramms ZEB ist die Erweiterung des Bahnhofs Lausanne. Letztes Jahr hat die SBB an verschiedenen Orten im und um den Bahnhof Hauptarbeiten ausgelöst. In Bahnhof Fribourg schliesslich hat sie die Umbauarbeiten abgeschlossen.
Weiter konnte das BAV die Plangenehmigung für den Brüttenertunnel erteilen, das Kernstück des Vierspurausbaus Zürich–Winterthur. Für die Erweiterung des Bahnhofs Zürich Stadelhofen führte die SBB die öffentliche Auflage durch.
Weiterentwicklung des Eisenbahnnetzes
Der Bundesrat will das Bahnnetz schrittweise weiterentwickeln. Dabei müssen die Projekte aus finanziellen Gründen neu priorisiert werden. Die Eckdaten dazu hat der Bundesrat am 28. Januar 2026 gestützt auf ein Gutachten der ETH Zürich sowie Analysen der zuständigen Bundesämter beschlossen. Die Vernehmlassungsvorlage wird derzeit erarbeitet und soll vor den Sommerferien verabschiedet werden. Im jährlichen Standbericht ist die Neupriorisierung noch nicht berücksichtigt.
