Bundesrat genehmigt internationales Übungsprogramm der Armee 2026
Bern, 11.02.2026 — An seiner Sitzung vom 11. Februar 2026 hat der Bundesrat das Übungsprogramm für die internationale militärische Ausbildungszusammenarbeit 2026 genehmigt. Das Programm enthält Übungen im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden sowie Übungen, die nicht bereits durch bilaterale Rahmenausbildungsabkommen gedeckt sind.
Die Armee beteiligt sich im Rahmen der militärischen Ausbildungszusammenarbeit der Schweiz regelmässig an internationalen Übungen, dazu gehören auch Teilnahmen an NATO/PfP-Übungen.
Für 2026 sind insgesamt 39 Ausbildungsaktivitäten vorgesehen, davon 10 Übungen im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden (PfP). 29 Ausbildungsaktivitäten sind auf bilateraler und multinationaler Ebene mit ausgewählten Staaten geplant, hiervon werden voraussichtlich 6 in der Schweiz und 23 im Ausland stattfinden. Der Bundesrat hat die Gruppe Verteidigung zudem ermächtigt, allfällige bi- oder multilaterale Durchführungsvereinbarungen für die Teilnahme an den einzelnen Übungen und Ausbildungsaktivitäten selbstständig abzuschliessen.
Stärkung der Verteidigungsfähigkeit und der Interoperabilität
Im Hinblick auf die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Schweizer Armee ist die internationale Zusammenarbeit von besonderer Bedeutung. Ausbildungsaktivitäten mit internationalen Partnern fördern den Wissens- und Erfahrungsaustausch und geben der Schweizer Armee Vergleichsmöglichkeiten, um die eigenen Fähigkeiten und Prozesse zu überprüfen und die Interoperabilität zu steigern. Zudem eröffnet die internationale Kooperation Zugang zu Trainingsmöglichkeiten und Ausbildungsinfrastrukturen, die so unter anderem aufgrund umweltbedingter Einschränkungen in der Schweiz nicht möglich wären, beispielsweise für Übungen der Luftwaffe in grösseren Formationen. Im Gegenzug kann die Schweizer Armee anderen Staaten Ausbildungsinfrastrukturen sowie spezifisches Fachwissen (zum Beispiel Simulatoren oder Ausbildungen im Gebirge) zur Verfügung stellen.
