Die Erwerbslosigkeit der Hochschulabsolventinnen und -absolventen ist zwischen 2023 und 2025 gestiegen
Neuchâtel, 27.08.2026 — Zwischen 2023 und 2025 nahm die Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) der Absolventinnen und Absolventen universitärer Hochschulen (UH) und Fachhochschulen (FH) ein Jahr nach ihrem Abschluss zu. Bei den Personen mit einem UH-Master erhöhte sie sich von 3,9% auf 6,4%, bei jenen mit einem FH-Bachelor von 3,4% auf 4,9%. Bei den Absolventinnen und Absolventen der pädagogischen Hochschulen (PH) blieb die Erwerbslosenquote auf 0,7% begrenzt. Dies sind einige der wichtigsten Ergebnisse der Hochschulabsolventenbefragung (EHA) des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Wie bereits beim Abschlussjahrgang 2022 fiel die Erwerbslosenquote gemäss ILO ein Jahr nach dem Abschluss bei den FH-Bachelorabsolvent/-innen in den Fachbereichen Musik, Theater und andere Künste (10,8%), Design (10,0%) und angewandte Linguistik (9,4%) sowie bei den UH-Masterabsolvent/-innen der Fachbereichsgruppe Interdisziplinäre und Andere (8,6%) am höchsten aus. Umgekehrt waren die niedrigsten Quoten weiterhin bei den UH-Masterabsolvent/-innen der Medizin und Pharmazie (1,6%) sowie bei den FH-Bachelorabsolvent/-innen der Fachbereiche Gesundheit und Soziale Arbeit (1,7% bzw. 1,5%) zu verzeichnen.
Die Erwerbslosigkeit breitet sich auf bisher weitgehend verschonte Bereiche aus
Zwischen den Abschlussjahrgängen 2022 und 2024 stieg die Erwerbslosenquote gemäss ILO in einigen Fachbereichen stark an. Bei den UH-Masterabsolvent/-innen der Fachbereichsgruppen Technische Wissenschaften und Wirtschaftswissenschaften hat sie sich mehr als verdoppelt (von 2,1% auf 4,8% bzw. von 3,5% auf 8,5%). Auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften (von 5,1% auf 8,5%) sowie in den Exakten und Naturwissenschaften (von 4,5% auf 6,8%) war eine deutliche Zunahme zu beobachten. Bei den FH-Bachelorabsolvent/-innen des Fachbereichs Technik und IT erhöhte sich die Erwerbslosenquote gemäss ILO von 3,0% auf 6,4%, bei jenen des Fachbereichs Wirtschaft und Dienstleistungen von 4,5% auf 6,4%.
Immer mehr Absolventinnen und Absolventen haben Mühe, eine ihren Vorstellungen entsprechende Stelle zu finden
Der Anteil der Absolvent/-innen, die nach eigenen Angaben Schwierigkeiten hatten, eine ihren Vorstellungen entsprechende Stelle zu finden, nahm zwischen den Abschlussjahrgängen 2022 und 2024 stark zu. Bei den UH-Masterabsolvent/-innen stieg er von 30,0% auf 44,1%, bei den FH-Bachelorabsolvent/-innen von 24,2% auf 36,9%. Die PH-Absolvent/-innen bilden mit einem stabilen Anteil von rund 12,0% eine Ausnahme.
In einigen Bereichen verschärfen sich die Schwierigkeiten bei der Stellensuche
Zwischen den Abschlussjahrgängen 2022 und 2024 stieg der Anteil der Absolvent/-innen, die angaben, keine ihren Vorstellungen entsprechende Stelle zu finden, in einigen Fachbereichen besonders stark. Bei den UH-Masterabsolvent/-innen der Fachbereichsgruppe Technische Wissenschaften erhöhte er sich von 22,9% auf 43,3%, bei jenen der Wirtschaftswissenschaften von 26,8% auf 43,9% und bei den FH-Bachelorabsolvent/-innen des Fachbereichs Technik und IT von 18,8% auf 39,6%.
Die wirtschaftliche Lage wird zunehmend als Hindernis für eine Anstellung wahrgenommen
Als häufigste Ursache für Schwierigkeiten bei der Stellensuche gaben die Absolvent/-innen des Abschlussjahrgangs 2024 die fehlende Berufserfahrung an. Sie wurde 2025 von rund zwei Dritteln der UH-Masterabsolvent/-innen und von knapp drei Vierteln der FH-Bachelorabsolvent/-innen genannt. Im Vergleich zum Abschlussjahrgang 2022 deutlich häufiger erwähnt wurde die wirtschaftliche Lage: 42,5% der UH-Masterabsolvent/-innen (gegenüber 23,8% im Jahr 2023) und 37,9% der FH-Bachelorabsolvent/-innen (gegenüber 19,5% im Jahr 2023) gaben sie als Grund für Schwierigkeiten bei der Stellensuche an.
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.
