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MedienmitteilungVeröffentlicht am 23. Juli 2026

Die Schweiz verstärkt ihre Unterstützung zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo und der Region

Bern, 23.07.2026 — Die Demokratische Republik Kongo ist seit Mai 2026 von einer erneuten Ebola-Epidemie betroffen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten stellt der Weltgesundheitsorganisation weitere 1,6 Millionen Franken zur Verfügung, um die Anstrengungen zur Eindämmung der Epidemie zu unterstützen.

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) ist seit Mai 2026 von einer erneuten Ebola-Epidemie betroffen. Gemäss Zahlen des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit der DRK wurden bislang 2536 bestätigte Fälle und 1033 Todesfälle verzeichnet. Im Osten des Landes, wo bewaffnete Konflikte und Fluchtbewegungen die Bemühungen zur Eindämmung der Epidemie erschweren, breitet sich das Virus weiter aus. Am meisten betroffen ist nach wie vor die Provinz Ituri, gefolgt von Nord-Kivu.

Angesichts dieser Entwicklungen und der Gefahr, dass sich das Virus auch in den Nachbarländern ausbreitet, insbesondere im Südsudan, der wegen seines fragilen Gesundheitssystems und des intensiven grenzüberschreitenden Handels besonders gefährdet ist, hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen zusätzlichen Betrag in Höhe von 1,6 Millionen Franken bereitgestellt. Dieser Beitrag erlaubt es, die Koordination der medizinischen Notfallteams zu verstärken und den kontinentalen Bereitschafts- und Reaktionsplan zu unterstützen, der vom Afrikanischen Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC Afrique) und der WHO gemeinsam umgesetzt wird. Damit beläuft sich der Gesamtbetrag der Schweizer Unterstützung seit Beginn der Krise auf 4,6 Millionen Franken.

Mit ihren ersten Hilfsmassnahmen im Mai 2026, die von der DEZA durchgeführt wurden, leistete die Schweiz bereits einen Beitrag zur Unterstützung der lokalen Gesundheitssysteme, zur epidemiologischen Überwachung und zur Vermittlung von Gesundheitsinformationen an die Risikogruppen.

Dank der Unterstützung ihrer Partner konnte die WHO ihre Testkapazitäten in den betroffenen Gebieten von 200 auf 400 Tests pro Tag ausbauen. Das Netzwerk umfasst nun 10 über die betroffenen Provinzen verteilte Labore mit einer Gesamtkapazität von über 2000 Tests pro Tag. Zudem werden im Rahmen einer internationalen Initiative zur Erprobung möglicher Therapien gegen die Ebola-Variante Bundibugyo derzeit klinische Tests durchgeführt. Die Schweiz beteiligt sich an diesen Aktivitäten.

Ausserdem wird die DEZA der WHO für sechs Monate eine Expertin des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe zur Verfügung stellen, die die Massnahmen zur Bewältigung der Krise unterstützen soll.

Links

Einsatzländer der DEZA: Demokratische Republik Kongo
Medienmitteilung vom 26.05.2026