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MedienmitteilungVeröffentlicht am 5. Mai 2026

Bundespräsident Parmelin trifft Präsident Mattarella und den stellvertretenden Ministerpräsidenten Tajani in Rom

Rom, 05.05.2026 — Bundespräsident Guy Parmelin hat am Dienstag, 5. Mai 2026, in Rom das italienische Staatsoberhaupt Sergio Mattarella und den stellvertretenden Ministerpräsidenten und Aussenminister Antonio Tajani getroffen. Im Zentrum der Gespräche standen die bilateralen Beziehungen, Fragen der Sicherheit und der Wettbewerbsfähigkeit in Europa sowie aktuelle internationale Themen. Die Bewältigung der Brandkatastrophe von Crans-Montana wurde ebenfalls diskutiert. Am 6. Mai nimmt der Bundespräsident an der Vereidigungsfeier der neuen Schweizergardisten im Vatikan teil. In diesem Rahmen wird er Papst Leo XIV. und Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin treffen.

In den Gesprächen zwischen den Repräsentanten der Schweiz und Italiens betonten beide Seiten ihre Verbundenheit angesichts der Trauer um die Opfer und Verletzten der Silvesternacht. Bundespräsident Parmelin bedankte sich für die italienische Solidarität bei der Bewältigung der Tragödie und erläuterte die Unterstützung der Schweiz für die Opfer und ihre Familien. Zur Sprache kam dabei unter anderem der Runde Tisch, den die Schweiz etabliert, um die Opfer, ihre Angehörigen, die betroffenen Versicherungen, potenziell leistungspflichtige Personen sowie zuständige Behörden zusammenzubringen. Die Brandkatastrophe von Crans-Montana war bereits am Montag Thema eines Gesprächs des Bundespräsidenten mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Rande des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Eriwan.

Beide Seiten würdigten die wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien. Zwischen den beiden Ländern werden jede Woche Güter im Wert von mehr als einer Milliarde Franken gehandelt. Auch die engen wissenschaftlichen Beziehungen verbinden sie, ebenso wie die gemeinsame Landessprache. Thematisiert wurde zudem die Zusammenarbeit im Migrationsbereich.

Der Bundespräsident erläuterte die anstehenden Schritte für das Paket von Abkommen zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz–EU. Auf der Agenda standen auch die Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheitsarchitektur in Europa. Weitere internationale Themen waren die transatlantischen Beziehungen, die Kriege in der Ukraine und im Iran sowie die Lage im Nahen Osten.

Feier zur Vereidigung der neuen Rekruten der Schweizergarde

Am Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Bundespräsident im Vatikan Papst Leo XIV. und Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin treffen und an der Feier zur Vereidigung der neuen Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde teilnehmen. Bei den hochrangigen Treffen stehen die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und dem Heiligen Stuhl in Fragen der Friedensförderung und internationale Themen auf der Agenda. Die Vereidigungsfeier findet traditionsgemäss am 6. Mai statt - in Erinnerung an die 147 Schweizergardisten, die während des «Sacco di Roma» 1527 ihr Leben verloren hatten.

Zusätzliche Verweise:

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Heiliger Stuhl (Vatikanstadt)

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Italien