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MedienmitteilungVeröffentlicht am 8. Mai 2026

Von-Wattenwyl-Gespräche vom 8. Mai 2026

Bern, 08.05.2026 — An den Von-Wattenwyl-Gesprächen vom Freitag, 8. Mai 2026, ist eine Delegation des Bundesrates unter der Leitung von Bundespräsident Guy Parmelin mit den Spitzen der Bundesratsparteien zusammengekommen. Seitens der Landesregierung nahmen auch Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sowie Bundeskanzler Viktor Rossi an den Gesprächen teil. Im Zentrum des Austausches stand die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz.

Die psychische Belastung junger Menschen nimmt zu: Zwischen 2012 und 2021 haben sich die Hospitalisierungen von Mädchen der jüngsten Altersgruppe (bis 18-jährig) in psychiatrische Kliniken fast verdreifacht und sind seither auf hohem Niveau stabil. Bei den Knaben stiegen sie ebenfalls an. Neben den gravierenden Folgen für die Betroffenen und ihr Umfeld hat diese Entwicklung auch gesamtgesellschaftliche Auswirkungen, etwa auf die berufliche Integration. 70 Prozent der Neurentenbeziehenden in der IV zwischen 18 und 24 Jahren weisen eine psychische Erkrankung auf. IV-Anmeldungen junger Menschen stiegen zwischen 2017 und 2024 um rund 30 Prozent.

Die Delegation des Bundesrates betonte im Rahmen des Austauschs den Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen. Dazu zählen neben der Stärkung von Gesundheitsförderung und Prävention auch die Grundversorgung sowie Massnahmen in der IV. Angesichts des Fachkräftemangels müssen Betroffene teilweise lange auf eine Abklärung und – falls nötig – Behandlung warten. Dieses Thema wird im Rahmen der Agenda Grundversorgung angegangen. Mit der IV-Integrationsreform will der Bundesrat zudem die Eingliederung in den Arbeitsmarkt weiter fördern. Unter anderem möchte er eine Integrationsleistung für junge Menschen einführen, die über ein Integrationspotenzial verfügen, aber gesundheitlich noch nicht in der Lage sind, an Massnahmen zur beruflichen Eingliederung teilzunehmen.