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MedienmitteilungVeröffentlicht am 22. April 2026

Regionales Nachhaltigkeitsforum in Genf: Schweiz setzt Fokus auf Wirksamkeit und lokale Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele

Bern, 22.04.2026 — Wie können die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung durch innovative Ansätze wirksam vorangebracht werden? Diese Frage steht am 21. und 22. April 2026 in Genf im Zentrum des regionalen Nachhaltigkeitsforums der Wirtschaftskommission für Europa der UNO (UNECE). «Die Umsetzung der Ziele erfordert dabei das Zusammenwirken aller staatlichen und nichtstaatlichen Akteure» sagte Markus Reubi, Delegierter des Bundesrates für die Agenda 2030 und Leiter der Schweizer Delegation.

Der inhaltliche Fokus des diesjährigen Forums liegt auf dem Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen (Ziel 6) sowie zu bezahlbarer und sauberer Energie (Ziel 7). Industrie, Innovation und Infrastruktur (Ziel 9), nachhaltige Städte und Gemeinden (Ziel 11) sowie Partnerschaften für die Ziele (Ziel 17) spielen eine zentrale Rolle bei der Beschleunigung der Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG). Mitgliedstaaten der UNECE tauschen sich darüber aus, wie in einem von geopolitischen Spannungen und begrenzten Ressourcen geprägten Umfeld konkrete, innovative Lösungen zur wirksamen Umsetzung der Ziele gefunden werden können.

Auch Kantone, Städte und Gemeinden leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung vor Ort. So haben die Städte Genf, Bern und Basel sowie der Kanton Aargau erstmals eigene Berichte, sogenannte Voluntary Local Reviews (VLRs), erarbeitet. Die Lokalisierung der Agenda 2030 und damit die nachhaltige Entwicklung im Siedlungsraum wird im diesjährigen Forum besonders beleuchtet. Zudem begrüsst die Schweiz den diesjährigen Fokus auf das Ziel 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen). Sie fördert die Zusammenarbeit im Hinblick auf die UNO-Wasserkonferenz in diesem Jahr und verfügt mit dem Geneva Water Hub über eine international anerkannte Plattform, die den Dialog und die globale Wasser-Governance gezielt stärkt.

Die Delegation der Schweiz am regionalen Nachhaltigkeitsforum umfasst neben dem EDA-Staatssekretariat mehrere Fachämter, darunter das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), das Bundesamt für Energie (BFE) das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE). Auch die Schweizerische Bankiervereinigung, der Plattform Agenda 2030 und die Jugend sind in einer Expertenrolle eingebunden.

Wichtiger Orientierungsrahmen der Nachhaltigkeitspolitik

Der Bundesrat betrachtet die Agenda 2030 als wichtigen Orientierungsrahmen für seine Nachhaltigkeitspolitik. Basierend auf dem Bundesratsentscheid von Ende 2018 sowie auf der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 (SNE 2030) und der Aussenpolitischen Strategie 2024-27 setzt sich die Schweiz sowohl für eine wirksame Umsetzung der Ziele und Unterziele der Agenda 2030 als auch für einen Erfahrungsaustausch auf internationaler Ebene ein.

Das regionale Nachhaltigkeitsforum dient der Vorbereitung für das Hochrangige Politische Forum im Juli bei der UNO in New York. Am Rande des Forums findet ebenfalls ein bilateraler Austausch zwischen dem SDG Council von Bosnien-Herzegowina und dem Delegierten des Bundesrates über die Länderberichterstattung statt.

Agenda 2030 für nachhaltige (EDA/UVEK)