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MedienmitteilungVeröffentlicht am 18. August 2026

Schweizer Bevölkerung bleibt sportlich aktiv und bewegt sich am liebsten in der freien Natur

Bern, 18.08.2026 — Die Schweizer Bevölkerung treibt weiterhin viel Sport und nutzt dafür häufig die freie Natur als Sportarena. Wandern, Radfahren, Schwimmen, Skifahren und Joggen bleiben die beliebtesten Sportarten, haben aber in den letzten Jahren auf Kosten von Krafttraining und Yoga an Popularität eingebüsst. Dies sind wesentliche Ergebnisse aus der Studie «Sport Schweiz 2026» des Bundesamts für Sport BASPO. Sie wurde heute in Bern an einer Medienkonferenz mit Bundesrat Martin Pfister vorgestellt.

Die Sportaktivität der Schweizer Bevölkerung bleibt auf hohem Niveau stabil. Entgegen dem langjährigen Trend zeigt die Entwicklung jedoch nicht noch weiter nach oben: Der Anteil an sehr Aktiven (52%) bleibt genauso wie der Anteil an sportlich Inaktiven (17%) zwischen 2020 und 2026 praktisch unverändert. Das zeigt eine neue, repräsentative Studie des Bundesamts für Sport BASPO, an der rund 15'000 Personen mitgemacht haben. Ob der Sportboom der letzten Jahre damit seinen Zenit erreicht hat oder ob es sich nur um einen Marschhalt handelt, lässt sich aus heutiger Sicht nicht abschätzen.

Schweiz behauptet sich an europäischer Spitze

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern erweist sich die Schweiz nach wie vor als überaus sportlich und liegt zusammen mit den skandinavischen Ländern an der Spitze. Auch in der Schweizer Bevölkerung geniesst der Sport ein sehr gutes Image sowie eine hohe Akzeptanz und wird mit vielen positiven Assoziationen verbunden. Die wichtigsten Motive, um Sport zu treiben, sind Gesundheit, Fitness, Freude an der Bewegung und das Naturerlebnis. Die freie Natur wird denn auch von zwei Dritteln der Bevölkerung als Sportarena genutzt: Outdoorsport steht bei der Nutzung von Sporträumen und Sportinfrastruktur deutlich an erster Stelle.

Mehr Mitglieder in Fitnesscentern als in Sportvereinen

Während der sogenannte «Helvetische Fünfkampf», also die Sportarten Wandern (49% der Bevölkerung), Radfahren (34%), Schwimmen (25%), Skifahren (23%) und Joggen (23%) weiterhin am meisten ausgeübt werden, haben Krafttraining (20%) und Yoga (16%) im Untersuchungszeitraum stark an Beliebtheit gewonnen. Das spiegelt sich auch in den Mitgliedschaften von Sporttreibenden wider: Erstmals sind mehr Personen im Alter ab 15 Jahren Mitglied in einem Fitnesscenter (22%) als in einem Sportverein (19%).

Massgeblich beeinflusst wird die Sportaktivität von sozialen Unterschieden. Insbesondere bezüglich Einkommen und Bildung ist ein deutlicher sozialer Gradient vorhanden: Je höher das Einkommen und die Bildung, desto mehr Sport wird getrieben.

Pandemie hatte Einfluss auf Sportaktivitäten

In der Deutschschweiz und der französischen Schweiz verharrt die Sportaktivität mehr oder weniger auf dem Niveau von 2020, im Tessin ist der Rückgang dagegen beträchtlich. Dieser könnte eine Spätfolge der Covid-19-Pandemie sein: Das Tessin war punkto sportlicher Aktivitäten von rigoroseren Einschränkungen betroffen als der Rest der Schweiz.

Ebenso kann eine Zunahme von sportlichen Aktivitäten zuhause als längerfristige Auswirkung der Pandemie interpretiert werden. Bereits die Studie «Sport Schweiz light 2022» hatte festgestellt, dass die Covid-19-Pandemie zu spürbaren Veränderungen im Sportverhalten führte. Die eigenen vier Wände sind der einzige Sportort, des­sen Bedeutung in den letzten sechs Jahren gewachsen ist.

«Sport Schweiz» als Beobachtungsinstrument des Schweizer Sports

Die Studie «Sport Schweiz 2026» untersuchte die Sportaktivität und die Sportinteressen der Schweizer Wohnbevölkerung ab 15 Jahren. Sie wurde von Lamprecht & Stamm Sozialforschung und Beratung im Auftrag des Bundesamts für Sport BASPO durchgeführt und erscheint alle sechs Jahre.