swisstopo verbessert die Qualität seiner Geodaten dank neuer Luftbildkameras
Bern, 23.04.2026 — Zum Start der Flugsaison 2026 führt das Bundesamt für Landestopografie swisstopo eine Kamera neuster Generation für die Aufnahme von Luftbildern ein. Diese Weiterentwicklung dient der Erneuerung von Aufnahmesystemen, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Die Produktion von Geodaten wird dadurch modernisiert und deren Qualität sowie Zuverlässigkeit langfristig gewährleistet.
Luftbilder bilden eine wesentliche Grundlage für die Produktion von nationalen Geodaten. Sie werden insbesondere für die Aktualisierung der Landeskarten, des topografischen Landschaftsmodells und der Orthofotos verwendet. Ab der Flugsaison 2026 modernisiert swisstopo sein Luftbildaufnahmesystem mit der Einführung der Kamera Leica DMC-4S weiter. Dank der Kamera neuster Generation profitieren die Behörden, Unternehmen, die Wissenschaft und die breite Öffentlichkeit von präziseren, umfassenderen und leichter zu verwertenden Daten. Diese Optimierungen unterstützen insbesondere Anwendungen wie die 3D-Modellierung, die Umweltanalyse oder die Raumplanung.
Effizientere Technologie
Bislang verwendete swisstopo ein Aufnahmesystem, das auf einem kontinuierlichen Abtastprinzip basierte und lange Luftbildstreifen erzeugte. Diese werden nun schrittweise durch Einzelbilder ersetzt. Letztere bieten dieselben Nutzungsmöglichkeiten und lassen sich gleichzeitig leichter in die aktuellen Verarbeitungsprozesse integrieren.
Die neue Technologie bietet zudem mehr Flexibilität bei der Flugplanung und ermöglicht eine optimierte Ressourcennutzung. Damit einher geht eine Anpassung der Datenverarbeitungs- und -produktionskette, die dadurch automatisierter und effizienter wird.
Produktoptimierung
Die neuen Luftbildkameras ermöglichen es swisstopo, seine Produktpalette auszubauen, insbesondere SWISSIMAGE, einem Mosaik aus hochpräzisen Orthofotos: Diese georeferenzierten Luftbilder können zum Beispiel mit anderen Geodaten überlagert werden und als Grundlage für präzise Koordinaten-, Distanz- und Flächenmessungen dienen.
Mit den neuen Kameras gewinnen die Orthofotos an Qualität. Diese sind nun vollständig um perspektivische Verzerrungen korrigiert. Das erleichtert das Lesen und Interpretieren der Bilder - insbesondere in städtischen Gebieten. Zudem enthalten die Orthofotos neu sogenannte Nahinfrarot-Informationen, die eine genauere Analyse bestimmter Elemente des Gebiets ermöglichen, wie beispielsweise den Zustand der Vegetation oder die automatisierte Erkennung von Objekten.
Höhere Auflösung in den Alpen
Schliesslich gewinnen die Bilder auch an Präzision: In den Alpenregionen steigt die Auflösung von bisher 25 auf neu 20 Zentimeter, wodurch das Gebiet detaillierter dargestellt werden kann, auch in schwer zugänglichen Gebieten.
