Asylstatistik Mai 2026
Bern-Wabern, 15.06.2026 — Im Mai 2026 verzeichnete das Staatssekretariat für Migration (SEM) 1624 Asylgesuche. Das sind 20 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Verglichen mit April 2026 blieb die Anzahl Gesuche nahezu unverändert.

Das wichtigste Herkunftsland bleibt Afghanistan mit 492 Gesuchen. Darauf folgen Algerien (178), Eritrea (156), Türkei (116) und Somalia (96).
Von den 1624 eingegangenen Asylgesuchen registrierte das SEM 1289 als Primär- und 335 als Sekundärgesuche. Bei Letzteren handelt es sich um Geburten, Familiennachzüge oder Mehrfachgesuche. Wie bereits im April 2026 ist die Anzahl der Primärgesuche im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter rückläufig (–22 Prozent). Die Anzahl Sekundärgesuche bleibt stabil.
Im Mai 2026 entschied das SEM erstinstanzlich über 2069 Asylgesuche. In knapp 30 Prozent der Fälle (595) wurde Asyl gewährt. Insgesamt erfolgten 754 kontrollierte Ausreisen, wovon 456 Personen die Schweiz selbstständig verlassen haben und 298 unter polizeilicher Aufsicht in ihren Heimatstaat oder einen zuständigen Dritt- oder Dublin-Staat zurückgeführt wurden.
