Waffenplatz Chamblon: Bau einer neuen modularen Truppenunterkunft
Bern, 30.10.2026 — Die Zahl der Rekrutinnen und Rekruten auf dem Waffenplatz Chamblon wird in den nächsten Jahren ansteigen. Da sich die Gegebenheiten in Zukunft verändern können, baut armasuisse zwei Gebäude im Modulbau für 360 Angehörige der Armee. Die Modulbauten können bei Bedarf einmalig an einen anderen Standort verschoben werden. Die Bauarbeiten sind gestartet.
Das Projekt von armasuisse auf dem Areal des Waffenplatzes Chamblon umfasst zwei neue, identische dreistöckige Gebäude, die aus vorgefertigten Holzelementen errichtet werden. Jedes verfügt über Schlafsäle, die Platz für 180 Soldaten bieten. Die Schlafräume im Erdgeschoss lassen sich innert kurzer Zeit in Ess-, Aufenthalts- oder Theorieräume umwandeln. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 21 Millionen Franken. Die Einweihung der neuen Gebäude ist für Juli 2027 vorgesehen.
Ab- und Wiederaufbau ist möglich
Im Wissen, dass sich die Bestände auch in Zukunft verändern können, setzt armasuisse auf modulare Unterkünfte. Die Gebäude können demontiert und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werden. Sie lassen sich zudem an verschiedene Nutzungszwecke anpassen. Bewährt sich diese Lösung, kann sie auch an anderen Waffenplätzen zum Einsatz kommen.
Die Neubauten entsprechen dem Minergie-Standard. Es ist eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtfläche von rund 640 Quadratmetern vorgesehen. Die Anlage wird jährlich rund 143 Megawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Verbrauch von rund 36 Haushalten und sorgt für ein Autarkiegrad von rund 6,7 Prozent auf dem Areal. Die Wärmeerzeugung erfolgt mit einer Luft-Wärmepumpe.
Verlegung Spitalschule
Derzeit nutzt die Armee den Waffenplatz Chamblon ausschliesslich für die Ausbildung der Infanterie. Es ist jedoch vorgesehen, die Sanitätsschule 41 von Moudon bis spätestens Ende 2027 nach Chamblon zu verlegen. Mit dieser Erweiterung wird die Infrastruktur, die derzeit für 840 Armeeangehörige ausgelegt ist, nicht mehr ausreichen. Aus diesem Grund werden neue Gebäude errichtet.
Weitere Zahlen und Fakten im Überblick:
- Das Pilotprojekt «Modulbau für Truppenunterkünfte» vereint Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und eine geringe Bauzeit. Es soll dazu dienen, Erfahrungen zu sammeln und einen Standard für vergleichbare Bedürfnisse zu entwickeln.
- Verwendete Holzmenge: etwa 1’000 m³
- 128 Elemente für die Aussenwände, 192 Elemente für Decken, Böden und Dach, 176 Elemente für die Innenwände
- Die Arbeiten werden bei laufendem Betrieb durchgeführt.
