Institutionelle Kinderbetreuung – Ein Rechtsanspruch und zwei verschiedene Finanzierungsformen erleichtern den Zugang für alle
Bern, 16.06.2026 — Verbindliche Standards, ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz oder eine im Bildungssystem integrierte Vorschule, verbunden mit öffentlichen Beiträgen, die sowohl die Eltern einkommensabhängig entlasten, als auch die Anbieter mit Betriebs- und Investitionsbeiträgen unterstützen, wirken am besten für ein für alle zugängliches und qualitativ gutes Betreuungsangebot.
Das Beratungs- und Forschungsbüro Ecoplan hat für die EKFF in sechs Schweizer Kantonen sowie in sieben europäischen Ländern die öffentliche Steuerung und Finanzierung der institutionellen Vorschulbetreuung analysiert. Die Autorenschaft findet in allen untersuchten Ländern ähnliche Instrumente, die jedoch unterschiedlich kombiniert werden und somit unterschiedlich wirken: Die Bezahlbarkeit der Kinderbetreuung verbessert sich, wenn Elterntarife am Einkommen und an der Familiengrösse bemessen werden und die Maximaltarife unter den Vollkosten liegen. Qualität und Verfügbarkeit verbessern sich, wenn öffentliche Beiträge an verbindliche Standards und ausreichende Kapazitäten geknüpft sind. Die Zugänglichkeit wird erleichtert, wenn Verfahren transparent und einfach sind und ein Rechtsanspruch vorhanden ist. All diese Elemente stärken zudem die Chancengerechtigkeit.
13 Empfehlungen zum institutionellen Rahmen, zur Subjekt- und zur Objektfinanzierung richten sich an die öffentliche Hand, um sie bei der Weiterentwicklung ihrer Steuerungs- und Finanzierungssysteme zu unterstützen. Eine zentrale Feststellung ist, dass nur eine Kombination aller drei Instrumente eine qualitativ gute und für alle Familien zugängliche Kinderbetreuung ermöglicht. Reine Subjekt- oder reine Objektfinanzierungen sind nicht zielführend.
Gesellschafts- und familienpolitische Fragen
Die EKFF ist eine ausserparlamentarische Kommission, die sich für familienfreundliche Rahmenbedingungen einsetzt. Sie stellt spezifisches Fachwissen im Bereich Familienpolitik bereit, auf das die Bundesbehörden und weitere Interessierte bei Bedarf zurückgreifen können. Der Kommission gehören 15 Mitglieder aus familienpolitischen Organisationen sowie Instituten der Familienforschung und Fachpersonen aus dem Sozial-, Rechts- und Gesundheitsbereich an.
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Institutionelle Kinderbetreuung: So gelingt eine wirkungsvolle Steuerung
