Bundespräsident Parmelin nimmt am EPG-Gipfel in Armenien teil und besucht Italien und den Heiligen Stuhl
Bern, 30.04.2026 — Bundespräsident Guy Parmelin wird die Schweiz am achten Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) vertreten, das am 4. Mai 2026 in der armenischen Hauptstadt Eriwan stattfinden wird. Am 5. und 6. Mai wird der Bundespräsident in Rom den italienischen Präsidenten Sergio Mattarella treffen, mit Papst Leo XIV. im Vatikan zusammenkommen und an der Feier zur Vereidigung der neuen Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde teilnehmen.
Der EPG-Gipfel am Montag, 4. Mai 2026, in Eriwan steht unter dem Motto «Zukunft gestalten: Sicherheit und Stabilität in Europa». Der Bundespräsident wird sich an einem Austausch über die wirtschaftliche Sicherheit beteiligen. Ausserdem wird er den Gipfel für bilaterale Gespräche nutzen. Geplant ist mit Blick auf die irische EU-Ratspräsidentschaft im kommenden Halbjahr insbesondere auch ein Treffen mit Taoiseach (Premierminister) Micheál Martin.
Die Europäische Politische Gemeinschaft (EPG) hat den Zweck, den politischen Dialog und die Zusammenarbeit auf dem europäischen Kontinent bei wichtigen gemeinsamen Themen zu stärken sowie Sicherheit, Stabilität und Wohlstand zu fördern. Seit der Gründung des Formats im Oktober 2022 in Prag finden die Gipfeltreffen wechselweise inner- und ausserhalb der EU statt. Der nächste EPG-Gipfel wird im Herbst 2026 in Irland durchgeführt. Im ersten Halbjahr 2027 werden die Staats- und Regierungschefs in der Schweiz erwartet.
Zeremonie der Schweizergarde wieder im Mai
Bundespräsident Parmelin wird nach einem Zwischenstopp in Bern am Dienstag, 5. Mai, in Rom mit dem italienischen Präsidenten Sergio Mattarella zusammenkommen. Im Zentrum der Gespräche stehen die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien, die Tragödie von Crans-Montana, die Beziehungen Schweiz-EU, Fragen zur Sicherheit und zur wirtschaftlichen Entwicklung in Europa sowie die internationale Aktualität.
Bei Treffen mit Papst Leo XIV. und Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Mittwoch, 6. Mai, im Vatikan wird neben dem Neubau der Kaserne der Schweizergarde die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und dem Heiligen Stuhl in Fragen der Friedensförderung auf der Agenda stehen. Darüber hinaus werden aktuelle Themen wie der Krieg in der Ukraine und die Lage im Mittleren und Nahen Osten zur Sprache kommen.
Die Vereidigung der neuen Rekruten der Schweizergarde findet traditionsgemäss am 6. Mai statt - in Erinnerung an die Schweizergardisten, die während des «Sacco di Roma» (Plünderung Roms am 6. Mai 1527) ihr Leben verloren hatten. Im vergangenen Jahr wurde die Zeremonie nach dem Tod von Papst Franziskus erst im Herbst durchgeführt.
Zusätzliche Verweise:
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Italien
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Heiliger Stuhl (Vatikanstadt)
