Armee trainiert mit Kampfflugzeugen in St. Stephan und Alpnach
Bern, 16.03.2026 — Die Luftwaffe führt eine Dezentralisierung im Raum Berner Oberland und Innerschweiz durch. Zwischen dem 16. März und dem 20. März 2026 betreibt sie an einzelnen Tagen den Flugbetrieb mit F/A-18 Kampfjets sowie mit Leichtflugzeugen von den Flugplätzen St. Stephan (BE) und Alpnach (OW) aus. Damit stärkt die Luftwaffe die Fähigkeit, ihre Flugzeuge auch von zivilen oder improvisierten Standorten aus einzusetzen.
Der Flugbetrieb erfolgt durch das Flugplatz Kommando 13 in Meiringen, welches dieses Training zur Dezentralisierung im Rahmen eines Wiederholungskurses durchführt. Im Raum St. Stephan und Alpnach ist deshalb mit erhöhtem Flugaufkommen zu rechnen. Die Luftwaffe ist bestrebt, allfällige Auswirkungen auf die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Stärkung der Verteidigungsfähigkeit
Das Training ist notwendig, da derzeit alle Mittel der Luftwaffe auf die drei Militärflugplätze Payerne, Meiringen und Emmen konzentriert sind. Dadurch werden sie für weitreichende gegnerische Waffensysteme verwundbar. Um dieses Risiko zu minimieren, setzt die Luftwaffe unter anderem auf die Dezentralisierung als passive Luftverteidigungsmassnahme.
Die Dezentralisierung beschreibt die Fähigkeit, die Truppe und das Material innert kürzester Zeit im ganzen Land zu verteilen. Die Luftwaffe muss ihre Mittel bei Bedarf auch von dezentralen und gegebenenfalls temporären Standorten aus einsetzen können. Letztmals wurde das im Juni 2024 anlässlich der Übung Alpha Uno auf der A1 in Payerne und Ende März 2025 auf dem Flughafen Bern trainiert.
