Schweiz beteiligt sich an europäischem Verteidigungsprojekt für mobile Energieversorgung
Bern, 08.09.2026 — Die Schweiz verstärkt ihre internationale Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich: armasuisse beteiligt sich am Forschungsprojekt «Fuel Cells for Soldier Systems II» (FUSS II) der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA). Am 3. September 2026 haben alle beteiligten Parteien die Projektvereinbarung unterzeichnet. Das Projekt entwickelt tragbare Brennstoffzellen für Einsätze von Armeeangehörigen und weitere mobile Anwendungen. Damit stärkt die Schweiz ihre europäische Zusammenarbeit in Forschung und Technologie.
Die EVA ist eine Plattform für gemeinsame Projekte europäischer Staaten in Rüstung, Forschung, Technologie sowie Ausbildung und Training. Die Schweiz kann sich gestützt auf eine Verwaltungsvereinbarung mit der EVA an ausgewählten Projekten beteiligen. So erkennt sie vielversprechende Vorhaben früh und kann sich dort einbringen, wo ein sicherheits- und rüstungspolitischer Nutzen entsteht.
Mit der Beteiligung an FUSS II baut die Schweiz ihre Kooperation mit europäischen Partnerstaaten aus. Das Projekt entwickelt tragbare Brennstoffzellen für Einsätze der Armee. Diese Geräte sollen mit handelsüblichen Kraftstoffen wie Diesel oder Benzin betrieben werden und mehrere Tage lang Energie liefern. Bereits am Vorgängerprojekt FUSS I war die Schweiz beteiligt.
Die Schweiz bringt ihre Expertise in das Projekt ein und leistet damit einen Beitrag zu leistungsfähigen und feldtauglichen Energielösungen. Neben der Schweiz beteiligt sich auch Italien am Projekt.
Die Beteiligung entspricht der rüstungspolitischen Strategie des Bundes. Diese sieht eine engere internationale Zusammenarbeit mit europäischen Partnerstaaten vor. Sie trägt dazu bei, den Forschungs- und Technologiestandort Schweiz zu stärken, die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern auszubauen und Entwicklungen im Verteidigungsbereich frühzeitig zu erkennen.
