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1901–20xx

ab 2016

Die Daten der amtlichen Vermessung sollen mit Angaben zur dritten Dimension erweitert werden (so genannter 3D-Kataster). 

2016

Grafik: Koordinatenachsen der LV95
Koordinatenachsen der LV95

Die amtliche Vermessung wird von der alten Landesvermessung LV03 vollständig auf LV95 überführt.

2014

Der Think Tank «Dimension Cadastre» befasst sich mit Gedanken, Visionen und Vorschlägen für eine dynamische Zukunft des Katasters und veröffentlicht ein erstes Diskussionspapier.

2014

Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster): Die ersten Kantone gehen mit ihren kantonalen ÖREB-Geoportalen online.

2012

Sonderbriefmarke «100 Jahre Amtliche Vermessung Schweiz
© Die Post

100-Jahr-Jubiläum «Amtliche Vermessung Schweiz» mit Festschrift und Sonderbriefmarke zur amtlichen Vermessung. Festakt auf dem Bundesplatz mit Alt-Bundesrat Samuel Schmid

2009

Statt vieler Anfragen ein zentraler Zugang zu ÖREB-Katasterinformationen

Der bisherige Kataster ist ausschliesslich zivilrechtlich ausgelegt. Im 2009 wird das Projekt zur Einführung des Katasters der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) gestartet.

Das erste Staatsexamen nach neuer Verordnung über die Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer (Geometerverordnung, GeomV) wird durchgeführt.

2008

Das Bundesgesetz über die Geoinformation (Geoinformationsgesetz, GeoIG) wird in Kraft gesetzt. Die Schweiz hat damit als eines der ersten Länder Europas eine zeitgemässe und zukunftsgerichtete Geoinformationsgesetzgebung.

Zeitgleich wird ein Register der Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer eingeführt: Das Geometerregister schafft eine klare Trennung zwischen Ausbildungsnachweis, Berufsausübung und Disziplinarmassnahmen.

2004

Gemäss neuem Artikel 75a der Bundesverfassung ist die Landesvermessung Sache des Bundes, der auch Vorschriften über die amtliche Vermessung erlässt.

1995

Auf der Basis eines satellitengestützten Grundlagenetzes entsteht die Landesvermessung LV95. Sie stützt sich neu auf rund 210 schweizweit verteilte ausgewählte Fixpunkte.

1993

Mit Inkrafttreten der Verordnungen über die amtliche Vermessung (VAV, TVAV) werden die konventionellen Planträger nach und nach durch Datenbanken abgelöst.

1990

Global Navigation Satellite Systems (GNSS)

Das Global Positioning System (GPS) hält als neue, satellitengestützte Vermessungsmethode auch in der amtlichen Vermessung Einzug.

1989-1999

Mit dem «Pilotprojekt Nidwalden» wird zwischen 1989 und 1999 nachgewiesen, dass die amtliche Vermessung über einen ganzen Kanton digital geführt werden kann.

1983

Das 1983 gestartete Projekt «Reform der Amtlichen Vermessung (RAV)» hat zum Ziel, verbesserte Dienstleistungen für Verwaltung, Wirtschaft und Private zu erbringen. Es führt zum Erlass von Bundesverordnungen, in welchen der Inhalt der amtlichen Vermessung den neuen technischen Möglichkeiten angepasst wird.

1981

Die grosse Verspätung im Vermessungsprogramm von 1923 sowie der gesellschaftliche Übergang ins «digitale» Zeitalter erfordern neue Konzepte für die Grundbuchvermessung. Deshalb beschliesst der Bundesrat 1981 das Fertigstellungsprogramm der amtlichen Vermessung der Schweiz (Programm 2000).

1965

Vermessungsdaten werden zunehmend elektronisch verarbeitet. Ab Beginn der 1970er-Jahre erfolgt die elektronische Distanzmessung und bald wird auch in der Parzellarvermessung die automatische Datenverarbeitung angewendet.

1940

Für die Koordinatenberechnung werden mechanische Tischrechner und natürliche Werte für die trigonometrischen Funktionen verwendet.

1929

Vermessungsflugzeug vom Typ B.F.W. M 18c (Bayrische Flugzeugwerke in Augsburg)

Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement kauft das erste Vermessungsflugzeug vom Typ B.F.W. M 18c (Bayrische Flugzeugwerke in Augsburg) mit Fliegerkamera für Grundbuchvermessungszwecke.

Als verzugsarme Planträger werden neu Alu-Tafeln eingesetzt.

1927

Reduzierte Doppelbild-Tachymeter: Bosshardt-Zeiss und Kern & Cie,. Aarau

Die Polarkoordinatenmethode mit optischer Distanzmessung mittels «reduzierenden Doppelbild-Tachymetern» wird eingeführt.

1925

Erste luftfotogrammetrische Aufnahmen werden testweise mit Militärfliegern durchgeführt und in München ausgewertet.

1923-1925

Flieger-Messkamera, Heinrich Wild geodätische Instrumente Heerbrugg

Zu Beginn der 1920er-Jahre kommen erstmals Geräte für die terrestrische Fotogrammetrie – Bildmessungen vom Boden aus – zum Einsatz. Diese Aufnahmen dienen dazu, genaue Geländekarten vom Berggebiet herzustellen.

1923

Laut Bundesratsbeschluss betreffend den allgemeinen Plan über die Durchführung der Grundbuchvermessungen in der Schweiz vom 12. November 1923 sollen die Grundbuchvermessungen bis Ende 1976 abgeschlossen sein (Vermessungsprogramm 1923). Doch die 1918 vom Bundesrat beschlossene Förderung der Güterzusammenlegungen und die Kriegsjahre führen dazu, dass sich das Vermessungsprogramm massiv verzögert.

1919

Mit zwei Instruktionen von 1919, eine für die Triangulation IV. Ordnung und eine für die Vermarkung und Parzellarvermessung, werden schweizweite Bestimmungen zur Art und Weise der Vermessung erlassen.

1912

Offizieller Stempel der Eidgenössischen Vermessungsdirektion

Mit der Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches wird auch beschlossen, ein eidgenössisches Grundbuch einzuführen. Damit werden Grundbuchvermessungen zur Bundesaufgabe, wobei deren Durchführung den Kantonen übertragen wird. Der Bund behält die Oberaufsicht und übernimmt den Hauptteil der Erstellungskosten. Seither wird Eigentum an Grund und Boden mit einem Eintrag im Grundbuch garantiert.

1910

Mit dem Bundesbeschluss vom 13. April 1910 wird festgelegt, wie und in welchem Umfang sich der Bund an den Kosten der Grundbuchvermessung beteiligt. 

1903

Von 1903 bis etwa 1925 entsteht das erste gesamtschweizerische Fixpunktnetz (Triangulation I.–III. Ordnung) der schweizerischen Landesvermessung (LV03), basierend auf ungefähr 5000 Fixpunkten. Dieses bildet für rund 100 Jahre den Bezugsrahmen für die Vermessungsarbeiten in der Schweiz.