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Stufengerechte Berufspraxis

Artikel 2 Geometerverordnung legt fest, dass für die Anmeldung zum Staatsexamen eine mindestens zweijährige, stufengerechte Berufspraxis in den Themenkreisen des Staatsexamens vorzuweisen ist.

Von angehenden patentierten Ingenieur-Geometerinnen und -geometern wird erwartet, dass sie Berufspraxis in den Bereichen Geomatik, amtliche Vermessung, Landmanagement und Unternehmensführung nachweisen können. Diese Voraussetzung macht deutlich, dass für das Staatexamen nicht nur theoretisches Wissen verlangt wird. Die Fähigkeit der Kandidatinnen und Kandidaten, anwendungsorientierte Fragestellungen aus dem Berufsalltag lösen zu können, wird als ebenso wichtig eingestuft.

Diese Zeitdauer von zwei Jahren gilt für einen Beschäftigungsgrad von 100%. Wird die Berufspraxis in Teilzeit absolviert, verlängert sich die geforderte Gesamtzeit entsprechend.

Beispiel: Ein 80% Beschäftigungsgrad bedingt eine Praxisdauer von mindestens 2.5 Jahren. Eine teilzeitliche Zusatzausbildung zur Erfüllung der theoretischen Vorbildung wird nicht als Berufspraxis angerechnet.