Seite drucken | Fenster schliessen
Die amtliche Vermessung der Schweiz (AV)
  • Share:
  • Facebook Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.
  • Twitter Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.
  • Facebook Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.
  • Schliessen

Das Gestern, Heute und Morgen des schweizerischen Katasterwesens

Das schweizerische Katasterwesen entwickelt sich laufend weiter – die Meilensteine

Die über 350-jährige Geschichte des Katasterwesens in der Schweiz zeigt, dass dessen Entwicklung von vielerlei Veränderungen – seien diese technischer, rechtlicher oder organisatorischer Art – geprägt wurde. Und der Veränderungsprozess geht weiter…
Der Einzug der amtlichen Vermessung im Bereich 3D (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
3D-Stadtmodell Basel-Stadt

20xx

Go 4Dimension Cadastre: Ein Think Tank befasst sich mit Gedanken, Visionen und Vorschlägen für eine dynamische Zukunft des Katasters.

Die Daten der amtlichen Vermessung sollen mit Angaben zur dritten Dimension erweitert werden (so genannter 3D-Kataster).

2016

Die amtliche Vermessung wird vollständig auf die Landesvermessung 1995 überführt.

2014

Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster): Die ersten Kantone gehen mit ihren kantonalen ÖREB-Geoportalen online.

Sonderbriefmarke zur amtlichen Vermessung (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Sonderbriefmarke «100 Jahre Amtliche Vermessung Schweiz
(Copyright: Die Post)

2012

100-Jahr-Jubiläum «Amtliche Vermessung Schweiz» mit Festschrift und Sonderbriefmarke zur amtlichen Vermessung.

2009

Neben dem bisher ausschliesslich zivilrechtlich ausgelegten Kataster soll auch ein Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen erstellt werden.

Durchführung des ersten Staatsexamens nach neuer Verordnung über die Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer (Geometerverordnung, GeomV).

Das als «Bundeshaus» bekannte Parlamentsgebäude ist der Sitz von Nationalrat und Ständerat, der so genannten Bundesversammlung.
Parlamentsgebäude, gemeinhin als «Bundeshaus» bekannt

2008

Inkraftsetzung des Bundesgesetzes über die Geoinformation (Geoinformationsgesetz, GeoIG): Die Schweiz hat als eines der ersten Länder Europas eine zeitgemässe und zukunftsgerichtete Geoinformationsgesetzgebung.

Einführung eines Register der Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer: Das Geometerregister schafft eine klare Trennung zwischen Ausbildungsnachweis, Berufsausübung und Disziplinarmassnahmen.

2004

Nach dem neuen Artikel 75a der Bundesverfassung ist die Landesvermessung Sache des Bundes, der auch Vorschriften über die amtliche Vermessung erlässt.

1995

Auf der Basis eines satellitengestützten Grundlagenetzes entsteht die Landesvermessung LV95. Sie stützt sich neu auf rund 210 schweizweit verteilte ausgewählte Fixpunkte.

1993

Mit den neuen Verordnungen über die amtliche Vermessung (VAV, TVAV) beginnt die Ablösung der konventionellen Planträger durch Datenbanken.

Das Global Positioning System (GPS) hält als neue Methode auch in der amtlichen Vermessung Einzug.

1980

Die grosse Verspätung im Vermessungsprogramm sowie der gesellschaftliche Wandel zum «digitalen» Zeitalter erfordern neue Konzepte für die Grundbuchvermessung.
Der Bundesrat beschliesst am 21. Oktober 1981 das Fertigstellungsprogramm der amtlichen Vermessung der Schweiz (Programm 2000).

Anschliessend wird das Projekt «Reform der Amtlichen Vermessung (RAV)» gestartet mit dem Ziel, verbesserte Dienstleistungen für Verwaltung, Wirtschaft und Private zu erbringen. Es führt zum Erlass von Bundesverordnungen, in welchen der Inhalt der amtlichen Vermessung den neuen technischen Möglichkeiten angepasst wird.

Mit dem «Pilotprojekt Nidwalden» wird zwischen 1989 und 1999 nachgewiesen, dass die amtliche Vermessung über einen ganzen Kanton digital geführt werden kann.

1923 – 1974

Verschiedene technische Verfahren werden erprobt und eingeführt:

Distanzmessung: Wild DI 10 Distomat (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Distanzmessung: Wild DI 10 Distomat

 

1974: Anwendung der automatischen Datenverarbeitung in der Parzellarvermessung

ab ca. 1970: elektronische Distanzmessung

1965: Anwendung der elektronischen Datenverarbeitung

1940: Verwendung von mechanischen Tischrechnern und natürlichen Werten für die trigonometrischen Funktionen zur Koordinatenberechnung

 

 

Vermessungsflugzeug vom Typ B.F.W. M 18c (Bayrische Flugzeugwerke in Augsburg) (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Vermessungsflugzeug vom Typ B.F.W. M 18c (Bayrische Flugzeugwerke in Augsburg)

1929: Kauf des ersten Vermessungsflugzeuges vom Typ B.F.W. M 18c (Bayrische Flugzeugwerke in Augsburg) mit Fliegerkamera für Grundbuchvermessungszwecke durch das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement.

 

Doppelbild-Tachymeter (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Reduzierte Doppelbild-Tachymeter: Bosshardt-Zeiss und Kern & Cie,. Aarau

 

1929: Einführung der Alu-Tafeln als verzugsarme Planträger

1927: Einführung der Polarkoordinatenmethode mit optischer Distanzmessung mittels «reduzierenden Doppelbild-Tachymetern»

 

Flieger-Messkamera, Heinrich Wild geodätische Instrumente Heerbrugg (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Flieger-Messkamera, Heinrich Wild geodätische Instrumente Heerbrugg

 

ab 1925: Tests der Luftfotogrammetrie mittels Militärfliegern und Auswertungen in München

1923 – 1925: erster moderner Einsatz der terrestrischen Fotogrammetrie (Bildmessung) in den Berggebieten

 

1923

Gemäss Vermessungsprogramm 1923 sollten die Grundbuchvermessungen bis Ende 1976 abgeschlossen sein. Die am 23. März 1918 vom Bundesrat beschlossene Förderung der Güterzusammenlegungen und die Kriegsjahre bewirken aber eine massive Verzögerung der Grundbuchvermessungen.

13. November 1923: Bundesratsbeschluss betreffend den allgemeinen Plan über die Durchführung der Grundbuchvemessungen in der Schweiz

1919

Instruktion für die Triangulation IV. Ordnung vom 10. Juni 1919

Instruktion für die Vermarkung und Parzellarvermessung vom 10. Juni 1919

Geburtsstunde der Eidgenössischen Vermessungsdirektion
Offizieller Stempel der Eidgenössischen Vermessungsdirektion

1912

Mit der Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches wird auch die Einführung eines eidgenössischen Grundbuches beschlossen. Damit werden Grundbuchvermessungen zur Bundesaufgabe, wobei deren Durchführung den Kantonen übertragen wird. Der Bund behält die Oberaufsicht und übernimmt den Hauptteil der Erstellungskosten. Seither wird Eigentum an Grund und Boden mit einem Eintrag im Grundbuch garantiert.

1910

Bundesbeschluss vom 13. April 1910 betreffend Beteiligung des Bundes an den Kosten der Grundbuchvermessung

1903

Ab 1903 entsteht bis etwa 1925 das erste gesamtschweizerische Fixpunktnetz (Triangulation I. – III. Ordnung) der schweizerischen Landesvermessung (LV03), basierend auf ungefähr 5000 Fixpunkten Dieses bildet für rund 100 Jahre den Bezugsrahmen für die Vermessungsarbeiten in der Schweiz.

1864

Buchrücken Geometerkonkordat 1863 - 1871
Das Geometerkonkordat, eine Harmonisierungsinitiative der Kantone

 

Mehrere Kantone vereinigen sich auf Initiative des Kantons Aargau zum «Geometerkonkordat».

Dieses bezweckt einerseits die Freizügigkeit und die gemeinschaftliche Prüfung von Geometern und stellt andererseits einheitliche Verfahrensvorschriften für Vermessungen auf.

Anstelle der Aufnahme der Katasterpläne mit dem Messtisch tritt nach und nach das Polygonverfahren.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts

In den Kantonen erfolgen die Vermessungen, wenn überhaupt, unkoordiniert. Mit der um ca. 1850 einsetzenden städtebaulichen Entwicklung gewinnt der Rechtskataster gegenüber dem Steuerkataster an Bedeutung. In Basel wird am 16. April 1860 das «Gesetz über die Einrichtung des Grundbuches» angenommen, dessen Erfahrungen 50 Jahre später auf Bundesstufe wegweisend bei der Schaffung des Zivilgesetzbuches einfliessen.

1840

Johannes Eschmann füllte die noch bestehenden Lücken in der Triangulation I. Ordnung aus und brachte mit der Berechnung des gesamten Netzes - samt den untergeordneten Triangulationen - die Triangulationsarbeiten zu einem vorläufigen Abschluss. Er publizierte diese Arbeiten 1840 als «Ergebnisse der trigonometrischen Vermessungen in der Schweiz».
(Rudolf Wolf: Geschichte der Vermessungen in der Schweiz, Kapitel XVIII, Zürich 1879)

1804

Der Grosse Rat des Kantons Waadt verordnet am 18. Mai 1804 die Vermessung sämtlicher Gemeinden und die Anlage von Liegenschafts- und Schätzungsregistern. Genf folgt diesem Beispiel 1806 bis 1818, Basel ab 1818 bis zur Kantonstrennung 1833. In Basel wird 1806 zwar ein Kantonsgeometer ernannt, doch die ersten Parzellarvermessungen erfolgen erst ab 1818.

1798

In der «Helvetischen Republik» wird – nach französischem Vorbild – die Schaffung eines gesamtschweizerischen Katasters erwogen.

Ab Mitte des 17. Jahrhunderts

Vereinzelt werden für die Bemessung der Grundlasten (Zehnte, Bodenzinse) grossmassstäbliche Pläne erstellt.